Hombergs Beitrag zur Reformation in Hessen: Die Homberger Synode vom 21.-23. Oktober 1526
Donnerstag, 12. Februar 2009
Der “neue Glaube” erreicht Nordhessen
Man kann sich heute kaum vorstellen, wie schnell und durchgreifend die Reformation ganz Deutschland veränderte. Die Homberger Synode von 1526 war dabei eine Station, sicher keine sehr wichtige, aber doch eine interessante, weil an ihr deutlich wird, was an der Reformation bis heute kaum verwirklicht ist. weiter…

Es ist schon erstaunlich, dass neben Adam Krafft auch Martin Bucer (ursprünglich „Butzer“) zu den Reformatoren Hessens gezählt wird. Adam Krafft war ein Mann Hessens 1493 in Fulda geboren und seit dem 15. 8. 1525 Hofprediger Landgraf Philipps des Großmütigen. Bucer aber stammte aus dem Elsaß, wo er am 11. November 1491 geboren wurde und war die meiste Zeit in Straßburg tätig. Adam Krafft hat seine Kraft bis zu seinen Tod 1558 in Marburg in der Neuorganisation der Kirche Hessens im evangelischen Sinn eingesetzt. Er erarbeitete Gottesdienstordnungen, das Marburger Gesangbuch, war an der Homberger Synode (1526) und am Marburger Religionsgespräch (1529) beteiligt und hatte die Position eines Oberhirten der ganzen hessischen Kirche inne. Dagegen ist das Auftreten Martin Bucers in Hessen nur kurzzeitig, aber doch von bleibender Wirkung gewesen, was vor allem auf seine Gespräche mit den sogenannten Täufern zurückgeht und die daraufhin verfasste Ziegenhainer Zuchtordnung.