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Hombergs Beitrag zur Reformation in Hessen: Die Homberger Synode vom 21.-23. Oktober 1526

Donnerstag, 12. Februar 2009

Der “neue Glaube” erreicht Nordhessen
Man kann sich heute kaum vorstellen, wie schnell und durchgreifend die Reformation ganz Deutschland veränderte. Die Homberger Synode von 1526 war dabei eine Station, sicher keine sehr wichtige, aber doch eine interessante, weil an ihr deutlich wird, was an der Reformation bis heute kaum verwirklicht ist. weiter…

Philipp, der Großmütige in Homberg und Rotenburg: Politiker, Christ und schwacher Mensch

Donnerstag, 12. Februar 2009

geb. 13. November 1504 in Marburg, gest. 31. März 1567 in Kassel

Philipp und sein Verhältnis zur Reformation
Betrachtet man die Geschichte von Philipp von Hessen wird schnell deutlich, dass es zu kurz gegriffen ist, wenn man meint die deutschen Fürsten, die in der Reformation evangelisch wurden, hätten das nur aus politischen Gründen getan, etwa um den Reichtum der Klöster zu gewinnen oder ihre Macht gegenüber der Kirche auszuweiten. Sie haben ihre politische Verantwortung nicht außer Acht gelassen und zugleich aus christlicher Überzeugung und als Fürsten ihres Landes gehandelt. Die Auseinandersetzungen, in die sie dabei geraten konnte, lassen sich gut an Langgraf Philipp von Hessen, dem „Vater des politischen Protestantismus“, nachzuzeichnen. weiter…

Martin Bucer in Treysa: Vermittler ohne falsche Kompromisse

Donnerstag, 12. Februar 2009

geb. am 11. November 1491 in Schlettstadt (Elsaß), gest. am 28. Februar 1551 in Cambridge

bucerEs ist schon erstaunlich, dass neben Adam Krafft auch Martin Bucer (ursprünglich „Butzer“) zu den Reformatoren Hessens gezählt wird. Adam Krafft war ein Mann Hessens 1493 in Fulda geboren und seit dem 15. 8. 1525 Hofprediger Landgraf Philipps des Großmütigen. Bucer aber stammte aus dem Elsaß, wo er am 11. November 1491 geboren wurde und war die meiste Zeit in Straßburg tätig. Adam Krafft hat seine Kraft bis zu seinen Tod 1558 in Marburg in der Neuorganisation der Kirche Hessens im evangelischen Sinn eingesetzt. Er erarbeitete Gottesdienstordnungen, das Marburger Gesangbuch, war an der Homberger Synode (1526) und am Marburger Religionsgespräch (1529) beteiligt und hatte die Position eines Oberhirten der ganzen hessischen Kirche inne. Dagegen ist das Auftreten Martin Bucers in Hessen nur kurzzeitig, aber doch von bleibender Wirkung gewesen, was vor allem auf seine Gespräche mit den sogenannten Täufern zurückgeht und die daraufhin verfasste Ziegenhainer Zuchtordnung. weiter…

Franz Lambert von Avignon in Homberg: Reiseprediger mit der Bibel im Gepäck

Donnerstag, 12. Februar 2009

geb. 1487 in Avignon, gest. 18.4.1530 in Frankenberg/Eder

Ein kluger Franzose auf Reisen
Franz Lambert wurde als Sohn eines päpstlichen Legations- und Palastsekretärs 1487 in Avignon geboren. Im Alter von 15 Jahren tritt er in den Franziskaner-Minoritenorden ein. Der ist ihm aber nicht streng genug, so dass er in den Kartäuser-Orden wechseln will. Aus nicht weiter bekannten Gründen scheiterte er mit diesem Plan. Statt dessen begann er ein Wirken als Wanderprediger in Frankreich, Italien und der Schweiz. Er hatte so große Erfolge, dass ihm 1517 der Titel eines »Praedicator apostolicus« verliehen wurde, was die außerordentliche Bedeutung seines Wirkens hervorheben sollte. Im Juni 1522 verließ er Avignon, um zu Luther nach Wittenberg zu gehen. Er hatte Schriften Luthers gelesen und dachte in ihm einen Mitstreiter für seine Reformwünsche im Mönchsorden und der Kirche zu finden. Das eigentliche Anliegen des Reformators Luther hatte er aber noch nicht verstanden. weiter…